Print Screen

Print Screen bezeichnet die Druck- beziehungsweise PrtSc-Taste und die Windows-Funktion, die den Bildschirm in die Zwischenablage kopiert oder als Datei speichert. Sie ist die einfachste Form der Screenshot-Aufnahme unter Windows. Unter Windows 11 öffnet die Taste standardmäßig das Overlay des Snipping Tools.

So funktioniert Print Screen

Was die PrtSc-Taste tut, hängt von der Windows-Version ab. Unter Windows 10 liest Windows den aktuellen Anzeigepuffer und kopiert ein pixelgenaues Bild aller sichtbaren Inhalte in die Zwischenablage. Als Datei wird es erst gespeichert, wenn zusätzlich die Windows-Taste gedrückt wird. Unter Windows 11 öffnet die Taste standardmäßig das Overlay des Snipping Tools, in dem du zuerst Bereich, Fenster oder ganzen Bildschirm wählst. Unter Einstellungen > Barrierefreiheit > Tastatur lässt sich das abschalten. Dann kopiert die Taste wieder den ganzen Bildschirm in die Zwischenablage.

Das Kopieren in die Zwischenablage erfolgt sofort. Ältere Windows-Versionen geben keine sichtbare Rückmeldung, weshalb manche Nutzer die Taste mehrfach drücken. Windows 10 ab Version 1809 und Windows 11 können den Bildschirm zur Bestätigung kurz abdunkeln.

Da die Funktion die rohe Anzeige erfasst, entspricht das Ergebnis der nativen Bildschirmauflösung. Ein Display mit 1920 × 1080 Pixeln erzeugt genau diese Bildabmessungen. High-DPI-Displays liefern mehr Pixel und dadurch mitunter unerwartet große Dateien.

Varianten der Druck-Taste

  • Druck/PrtSc: kopiert unter Windows 10 den gesamten Bildschirm in die Zwischenablage, ohne eine Datei zu speichern. Unter Windows 11 öffnet die Taste standardmäßig das Overlay des Snipping Tools.
  • Alt + Druck: kopiert nur das aktive Vordergrundfenster. So bleibt störender Hintergrund außen vor.
  • Windows + Druck: erfasst den gesamten Bildschirm und speichert sofort eine PNG-Datei unter Bilder\Screenshots. Der Bildschirm wird kurz abgedunkelt.
  • Windows + Umschalt + S: öffnet das Overlay des Snipping Tools (unter Windows 10 „Ausschneiden und skizzieren“). Vor dem Kopieren kann ein Bereich, ein Fenster oder der ganze Bildschirm gewählt werden.

Auf kompakten Laptop-Tastaturen ist PrtSc mitunter eine Zweitbelegung und benötigt zusätzlich Fn. Gaming-Tastaturen können die Taste vollständig anders zuordnen. Prüfe in diesem Fall das Tastaturlayout.

Print Screen deckt den einfachen Fall ab: ganzen Bildschirm oder einzelnes Fenster in die Zwischenablage kopieren. Für weitere Anforderungen zeigen sich schnell Grenzen:

  • Keine Bereichsauswahl: Die Kopie in der Zwischenablage enthält immer den ganzen Bildschirm oder das ganze Fenster und muss nachträglich zugeschnitten werden. Für eine Bereichsauswahl brauchst du das Overlay des Snipping Tools (Windows + Umschalt + S oder unter Windows 11 Druck).
  • Keine Anmerkungen: Die Kopie in der Zwischenablage ist ein Rohbild. Für Pfeile, Hervorhebungen oder Text musst du vor dem Einfügen eine andere App öffnen.
  • Kein Timer: Tooltips, Menüs und andere kurzlebige Zustände können nicht nach einem Countdown erfasst werden.
  • Keine Automatisierung: Jede Aufnahme benötigt einen Tastendruck; Zeitpläne und Stapelaufnahmen fehlen.

Spezielle Tools ergänzen Bereichsauswahl, Anmerkungen, zeitgesteuerte Aufnahmen und Stapelverarbeitung in einer Oberfläche. Für eine einzelne schnelle Aufnahme reicht Print Screen. Bei wiederholbaren Abläufen spart ein dafür entwickeltes Werkzeug Zeit.

Häufige Fehler

  • Das Einfügen vergessen. Sobald etwas anderes kopiert wird, ist der Screenshot aus der Zwischenablage verschwunden. Füge ihn sofort ein oder speichere mit Windows + Druck eine Datei.
  • Mehrere Monitore gemeinsam erfassen. Eine Vollbildaufnahme kombiniert alle Bildschirme zu einem breiten Bild. Nutze Alt + Druck für ein Fenster oder Windows + Umschalt + S für einen Bereich.
  • Kurzlebige UI-Zustände verpassen. Tooltips, Menüs oder Hover-Zustände schließen sich mitunter beim Griff zur Tastatur. Ein Aufnahmetimer verhindert das.
  • Den Zwischenablageverlauf ignorieren. Windows 10 und neuer bieten mit Windows + V einen Verlauf. Ist er aktiviert, können frühere Aufnahmen auch nach einem weiteren Kopiervorgang wiederhergestellt werden.

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Häufig gestellte Fragen

Wo speichert Print Screen das Bild?

Unter Windows 10 kopiert die Druck- beziehungsweise PrtSc-Taste allein den Bildschirm in die Zwischenablage und speichert keine Datei. Unter Windows 11 öffnet sie standardmäßig das Overlay des Snipping Tools, und die gewählte Aufnahme landet in der Zwischenablage. Windows + Druck erfasst den Bildschirm und legt eine PNG-Datei im Ordner „Screenshots“ innerhalb des Bilder-Verzeichnisses ab.

Warum funktioniert meine Druck-Taste nicht?

Bei manchen Laptops teilt sich die Taste eine zweite Funktion und muss zusammen mit Fn gedrückt werden. Unter Windows 11 öffnet die Taste standardmäßig das Snipping Tool, statt das Bild direkt in die Zwischenablage zu kopieren. Soll sie wieder direkt in die Zwischenablage kopieren, schalte unter Einstellungen > Barrierefreiheit > Tastatur die Option für die Druck-Taste aus.

Kann ich mit Print Screen nur ein Fenster aufnehmen?

Ja. Alt + Druck erfasst nur das aktive Fenster. Das Bild landet in der Zwischenablage und kann in eine beliebige Anwendung eingefügt werden.

Gibt es Print Screen auch auf dem Mac?

Der Mac besitzt keine Druck-Taste. Die entsprechenden Tastenkombinationen sind Cmd + Umschalt + 3 für den gesamten Bildschirm und Cmd + Umschalt + 4 für einen ausgewählten Bereich.

Welches Format erzeugt Print Screen?

Windows + Druck speichert eine PNG-Datei. In der Zwischenablage liegen die Bilddaten in einem unkomprimierten Bitmap-Format, das Anwendungen direkt einfügen können.

Quellen

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