Glossarbegriff

Snipping Tool

Das Snipping Tool ist ein in Windows integriertes Programm für Screenshots mit Bereichsauswahl, Anmerkungen und Zeitverzögerung. Es ist flexibler als die Druck-Taste.

Funktionen des Snipping Tools

Das Snipping Tool liegt zwischen der sehr einfachen Druck-Taste und umfangreicher Software anderer Anbieter. Es gehört zu jeder aktuellen Windows-Version und muss nicht installiert werden.

Nach dem Öffnen über das Startmenü oder Windows + Umschalt + S erscheint eine Leiste über dem Bildschirm. Du wählst den Aufnahmetyp und den Bereich; das Ergebnis wird in der App geöffnet. Dort kannst du mit Stift oder Textmarker zeichnen, Formen oder Emojis hinzufügen, zuschneiden, speichern und teilen. Die Textaktionen erkennen Text und können in unterstützten Versionen E-Mail-Adressen und Telefonnummern schnell schwärzen.

Mit der Aufnahmeverzögerung bleibt Zeit, ein Dropdown zu öffnen, über ein Element zu fahren oder einen bestimmten Zustand herzustellen. Welche Zeiten zur Auswahl stehen, hängt von der Windows- und App-Version ab. Das hilft bei kurzlebigen UI-Elementen, die beim Fensterwechsel verschwinden.

Aufnahmetypen

  • Rechteckiger Ausschnitt: Ziehe ein Rechteck um einen beliebigen Bereich. Das ist der häufigste Modus für einen gezielten Ausschnitt.
  • Freiform-Ausschnitt: Zeichne eine freie Form. Das Ergebnis besitzt weiterhin einen rechteckigen Begrenzungsrahmen mit Transparenz außerhalb der Auswahl.
  • Fensterausschnitt: Klicke ein geöffnetes Fenster an und erfasse es vollständig mit Titelleiste und Rahmen. Das entspricht Alt + Druck, ist aber in den Tool-Ablauf integriert.
  • Vollbildausschnitt: Erfasst den gesamten Bildschirm wie Print Screen und leitet das Bild direkt in den Editor weiter.

Der rechteckige Ausschnitt ist im Alltag am praktischsten. Freiform ist vor allem in kreativen oder pädagogischen Situationen nützlich, wenn eine unregelmäßige Markierung wirklich mehr Klarheit bringt.

Snipping Tool, „Ausschneiden und skizzieren“ und andere Tools

Microsoft hat seine Aufnahmeprogramme mehrfach neu benannt und geordnet. Das Snipping Tool war von Windows Vista bis Windows 10 die ursprüngliche Anwendung. „Ausschneiden und skizzieren“ ersetzte sie kurzzeitig mit besseren Anmerkungen. Unter Windows 11 wurden beide wieder unter dem Namen Snipping Tool vereint.

Für einzelne Bereichsaufnahmen, Stiftmarkierungen und das Speichern einer Datei reicht es gut aus. Bei wiederkehrenden Abläufen fehlen jedoch Funktionen:

  • Keine Stapel- oder Zeitplanaufnahmen: Mehrere Erfassungen lassen sich nicht in eine Warteschlange setzen oder in einem wiederkehrenden Intervall ausführen.
  • Keine wiederverwendbaren Bearbeitungsregeln: Der Editor kann Anmerkungen ergänzen und einige erkannte persönliche Angaben schnell schwärzen. Eine gespeicherte Bearbeitungsregel lässt sich jedoch nicht auf einen ganzen Stapel anwenden.
  • Keine automatische Übergabe: Einzelne Aufnahmen lassen sich teilen, eine Serie kann aber nicht über einen wiederholbaren Exportablauf weitergegeben werden.
  • Nur Windows: Teams mit macOS und Windows brauchen für einheitliche Ergebnisse eine andere Lösung.

Bei wiederholbaren Aufnahmen mehrerer URLs mit identischem Rahmen und automatisierter Ausgabe spart eine spezielle Plattform die verbleibenden manuellen Schritte.

Häufige Fehler

  • Den Timer vergessen. Ohne Verzögerung schließen sich Tooltips oder Dropdowns möglicherweise vor der Aufnahme. Nutze sie, sobald der Zielzustand Mausinteraktion braucht.
  • Sich nur auf die Zwischenablage verlassen. Ein weiterer Kopiervorgang ersetzt das Bild in der Zwischenablage. Prüfe die Einstellung für das automatische Speichern und den Screenshots-Ordner. Wichtige Aufnahmen solltest du als Datei behalten.
  • Freiform unnötig verwenden. Sie erzeugt häufig ungleichmäßige Auswahl und unerwünschten Leerraum. Rechtecke sind meist sauberer und vorhersehbarer.
  • Das Ausgabeformat nicht prüfen. Standard ist PNG. Wurde einmal JPG gewählt, kann diese Einstellung bestehen bleiben und an Schrift Komprimierungsartefakte erzeugen.

Häufig gestellte Fragen

Sind Snipping Tool und „Ausschneiden und skizzieren“ dasselbe?

Microsoft hat „Ausschneiden und skizzieren“ unter Windows 11 wieder mit dem Snipping Tool zusammengeführt. Das aktuelle Tool enthält Funktionen beider Apps, darunter Bereichsauswahl, Timer und einfache Anmerkungen.

Welche Tastenkombination öffnet das Snipping Tool?

Windows + Umschalt + S öffnet die Aufnahmeleiste direkt. Alternativ findest du das Snipping Tool im Startmenü oder kannst die Druck-Taste in den Einstellungen damit belegen.

Kann das Snipping Tool Videos aufnehmen?

Unter Windows 11 ab Version 22H2 enthält es eine Bildschirmaufnahme. Frühere Versionen erfassen nur statische Screenshots.

Besitzt das Snipping Tool einen Timer?

Ja. Wähle vor der Aufnahme eine Verzögerung, damit du Menüs öffnen, Tooltips einblenden oder Fenster anordnen kannst. Die verfügbaren Zeiten hängen von der Windows- und App-Version ab; Microsoft verwendet in der aktuellen Anleitung fünf Sekunden als Beispiel.

Wo speichert das Snipping Tool Screenshots?

Aktuelle Windows-Versionen speichern Aufnahmen automatisch im Ordner Screenshots. Unter Mehr > Einstellungen kannst du das automatische Speichern oder den Standardordner ändern. Mit Speichern unter legst du bei Bedarf eine weitere Kopie an einem anderen Ort ab.

Quellen

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