Glossarbegriff
Bildformat
Ein Bildformat bestimmt, wie eine Bilddatei codiert, komprimiert und gespeichert wird. Davon hängen Qualität, Dateigröße, Transparenz und Kompatibilität ab.
Gängige Bildformate im Vergleich
PNG, JPG, WebP und AVIF gehören zu den häufigsten Formaten. Jedes setzt andere Schwerpunkte.
- PNG: verlustfreie Komprimierung, Transparenz und große Dateien. Jedes Pixel bleibt exakt erhalten. Deshalb ist PNG eine sichere Wahl für Screenshots mit Text, UI-Elementen und scharfen Kanten.
- JPG: verlustbehaftete Komprimierung, keine Transparenz und kleine Dateien. Das Format wurde für Fotos mit weichen Farbverläufen entwickelt. Bei niedriger Qualität entstehen Artefakte an Kanten und Schrift, weshalb JPG für viele Screenshots weniger geeignet ist.
- WebP: verlustbehaftet oder verlustfrei, mit Transparenz. Bei vergleichbarer Qualität sind die Dateien kleiner als PNG oder JPG. Moderne Browser unterstützen das Format breit.
- AVIF: das neueste der vier Formate mit sehr guten Komprimierungsraten. Es unterstützt beide Komprimierungsarten und Transparenz. Die Browserabdeckung ist groß, aber nicht vollständig, und das Codieren dauert länger als bei anderen Formaten.
Wann welches Format passt
- PNG: Wenn Lesbarkeit und pixelgenaue Darstellung wichtiger als die Dateigröße sind oder Empfänger ältere Software verwenden. Beispiele sind Dokumentation, Fehlerberichte und Compliance-Aufnahmen.
- JPG: Bei fotografischen Bildern, wenn kleine Dateien wichtig und leichte Qualitätsverluste akzeptabel sind. Beispiele sind Marketingfotos, Social-Media-Bilder und E-Mail-Anhänge ohne Transparenz.
- WebP: Für moderne Browser, wenn Dateien kleiner werden sollen, ohne unnötig Qualität einzubüßen. Geeignet für Blogbilder, Produktseiten und Web-Dokumentation.
- AVIF: Wenn maximale Komprimierung zählt und ein Ersatzformat für nicht unterstützte Umgebungen möglich ist. Geeignet für besonders performancekritische und bildreiche Webseiten.
Bildformat und Screenshot-Qualität
Das Format wirkt sich direkt auf einen gespeicherten Screenshot aus. Eine textreiche UI zeigt bei einem JPG mit Standardeinstellung oft sichtbare Artefakte an Buchstaben und Kanten. Als PNG bleibt derselbe Screenshot pixelgenau, kann aber zwei- bis fünfmal so groß sein.
Bei vielen Bildern summiert sich die Entscheidung. Verlustfreies WebP kann gegenüber PNG 20 bis 30 % Speicher einsparen, ohne die Qualität zu verändern. JPG spart noch mehr, erzeugt aber Artefakte, durch die kleine Schrift schlechter lesbar werden kann.
Einige Aufnahme-Tools lassen das Ausgabeformat bereits vor der Aufnahme wählen. Dadurch wird das Bild von Anfang an im passenden Format gespeichert und muss nicht später konvertiert werden.
Häufige Fehler
- JPG für Screenshots mit Text verwenden. Die verlustbehaftete Komprimierung erzeugt Artefakte an scharfen Kanten und Buchstaben. Nutze PNG oder verlustfreies WebP.
- Immer PNG wählen, obwohl die Dateigröße wichtig ist. PNG-Dateien sind groß. Für das Web können verlustbehaftetes WebP oder AVIF deutlich kleinere Dateien erzeugen, sofern die Textschärfe nicht kritisch ist.
- Transparenz übersehen. JPG unterstützt keinen Alphakanal. Beim Speichern wird ein transparenter Hintergrund dauerhaft mit einer Farbe, meist Weiß, gefüllt.
- Mehrfach zwischen verlustbehafteten Formaten konvertieren. Jede erneute Codierung verschlechtert die Qualität weiter. Beginne bei einem Formatwechsel mit der ursprünglichen verlustfreien Quelle.
Häufig gestellte Fragen
Welches Bildformat eignet sich am besten für Screenshots?
PNG ist der sicherste Standard. Das Format komprimiert verlustfrei, erhält scharfe Schrift und UI-Kanten und unterstützt Transparenz. Für das Web ist verlustfreies WebP eine gute Alternative, wenn die Dateigröße wichtig ist.
Was ist der Unterschied zwischen verlustfreien und verlustbehafteten Formaten?
Verlustfreie Formate wie PNG erhalten jedes Pixel exakt. Verlustbehaftete Formate wie JPG verwerfen Bildinformationen und erzeugen dadurch kleinere Dateien. Der Kompromiss besteht zwischen Dateigröße und originalgetreuer Qualität.
Sollte ich AVIF verwenden?
AVIF bietet sehr gute Komprimierungsraten, doch die Unterstützung durch Browser und Werkzeuge ist noch nicht überall gleich. Für Webinhalte passt es, wenn du für nicht unterstützte Umgebungen ein Ersatzformat bereitstellen kannst.
Beeinflusst das Format die Transparenz?
Ja. PNG, WebP und AVIF unterstützen Transparenz über einen Alphakanal. JPG tut das nicht. Transparente Bereiche werden beim JPG-Export mit einer festen Farbe, meist Weiß, gefüllt.
Kann ich ohne Qualitätsverlust zwischen Formaten konvertieren?
Die Umwandlung von einem verlustfreien in ein anderes verlustfreies Format erhält die Qualität. Eine Konvertierung aus einem verlustbehafteten Format kann bereits verworfene Daten nicht wiederherstellen. Verwende immer die hochwertigste verfügbare Quelle.