Glossarbegriff

PNG

PNG (Portable Network Graphics) ist ein verlustfreies Bildformat, das Pixeldaten exakt erhält. Für Screenshots mit wichtiger Schrift- und Farbgenauigkeit ist es die sichere Standardwahl.

So funktioniert die PNG-Komprimierung

PNG komprimiert in zwei Stufen. Zunächst verändert ein Filter jede Pixelzeile so, dass sich Muster besser verdichten lassen. Er sagt einen Pixelwert anhand seiner Nachbarn voraus und speichert die Differenz. Gleichmäßige Farbflächen ergeben dadurch lange Folgen von Nullen.

Anschließend komprimiert DEFLATE, derselbe Algorithmus wie bei ZIP, die gefilterten Daten. Wiederholte Bytefolgen werden durch kurze Verweise ersetzt. Große einfarbige Flächen, flache UI-Bereiche und gleichmäßige Rahmen schrumpfen stark; komplexe Texturen und fotografisches Rauschen weniger.

Das passt gut zu Screenshots mit großen Farbflächen, scharfen Schriftkanten und geometrischen Formen. Eine typische UI-Aufnahme mit 1920 × 1080 Pixeln kann als PNG 200 bis 500 KB belegen, unkomprimiert dagegen mehr als 6 MB.

PNG unterstützt außerdem Alphatransparenz, 24-Bit-Farbe mit 16,7 Millionen Farben und optionale Metadaten für Gammakorrektur und Farbprofile.

PNG, JPG und WebP

  • PNG: verlustfrei, pixelgenau und transparent. Ideal für Screenshots, UI-Elemente und Diagramme, aber größer als verlustbehaftete Alternativen.
  • JPG: verlustbehaftet und für Fotos sowie weiche Verläufe geeignet. Keine Transparenz; an Schrift und Kanten werden Artefakte sichtbar.
  • WebP: verlustbehaftet oder verlustfrei, transparent und bei gleicher Qualität meist kleiner. Moderne Browser unterstützen es breit, manche Bildprogramme und Dokumentformate noch nicht überall.

Bei Screenshots mit Text bleibt PNG die sicherste Wahl. Verlustfreies WebP ist eine Alternative, wenn die Zielumgebung es unterstützt und Dateigröße wichtig ist.

Wann PNG sinnvoll ist

  • Screenshots mit Text: UI-Beschriftungen, Code und Terminalausgaben bleiben scharf.
  • Transparente Bilder: Logos, Symbole und Overlays können über andere Inhalte gelegt werden.
  • Pixelgenaue Dokumentation: Technische Diagramme, Wireframes und Anmerkungen bleiben unverändert.
  • Masterdateien und Archive: Spätere Bearbeitung und erneute Exporte verstärken keinen Qualitätsverlust.
  • Stapelaufnahmen: Hunderte Bilder benötigen keine Einzelkontrolle auf Formatverluste.

Häufige Fehler

  • Große Fotos als PNG speichern. Solche Dateien können mehr als 10 MB groß werden. Nutze JPG oder WebP.
  • PNG-Dateien nicht optimieren. Ein Optimierer spart oft 20 bis 50 Prozent ohne Pixeländerung.
  • JPG in PNG umwandeln und bessere Qualität erwarten. Vorhandene JPG-Artefakte bleiben erhalten, nur die Datei wird größer. Beginne mit der Originalquelle.
  • Dateigröße im Web ignorieren. Skaliere auf die Anzeigegröße, optimiere vor der Einbettung oder prüfe verlustfreies WebP.

Häufig gestellte Fragen

Ist PNG verlustfrei?

Ja. Die verlustfreie Komprimierung bewahrt alle Pixeldaten. Das dekomprimierte Bild ist mit dem Original identisch.

Warum sind PNG-Dateien größer als JPG?

PNG erhält jeden Pixel exakt, während JPG weniger auffällige Bildinformationen verwirft. Dieser Qualitätsverlust ermöglicht die kleinere JPG-Datei.

Unterstützt PNG Transparenz?

Ja. Ein Alphakanal erlaubt vollständig transparente, vollständig deckende und alle dazwischenliegenden Werte. Deshalb ist PNG ein Standardformat für transparente Hintergründe.

Sollte ich Fotos als PNG speichern?

Meist nicht. Komplexe Verläufe und Bildrauschen lassen sich schlecht als PNG komprimieren. JPG oder WebP erzeugen bei Fotos viel kleinere Dateien mit kaum sichtbarem Qualitätsverlust.

Kann ich PNG ohne Qualitätsverlust verkleinern?

Ja. OptiPNG und ähnliche Werkzeuge optimieren Komprimierungsparameter, ohne sichtbare Pixel zu verändern. Eine Palettenreduktion kann bei minimaler sichtbarer Auswirkung zusätzlich sparen.

Quellen

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