Glossarbegriff
Bildgrößen für soziale Medien
Bildgrößen für soziale Medien sind die empfohlenen Pixelmaße für Bilder auf sozialen Plattformen. Instagram, X, LinkedIn und Facebook stellen Bilder jeweils bei bestimmten Abmessungen optimal dar.
Größen nach Plattform
Jede Plattform stellt Bilder anders dar. Falsche Abmessungen führen zu unerwünschtem Zuschnitt, Verzerrungen oder Kompressionsartefakten. Aktuell werden folgende Größen empfohlen:
- Quadratischer Beitrag: 1080 × 1080 Pixel (1:1)
- Hochformat-Beitrag: 1080 × 1350 Pixel (4:5), nimmt im Feed mehr Bildschirmhöhe ein
- Querformat-Beitrag: 1080 × 566 Pixel (1,91:1)
- Stories und Reels: 1080 × 1920 Pixel (9:16)
- Profilbild: 320 × 320 Pixel
X (Twitter)
- Bild im Feed: 1200 × 675 Pixel (16:9)
- Linkvorschau (summary_large_image): 1200 × 675 Pixel
- Header-Bild: 1500 × 500 Pixel (3:1)
- Profilbild: 400 × 400 Pixel
- Geteilter Bildbeitrag: 1200 × 627 Pixel (1,91:1)
- Linkvorschau: 1200 × 627 Pixel
- Titelbild einer Unternehmensseite: 1128 × 191 Pixel
- Profilbild: 400 × 400 Pixel
- Geteilter Bildbeitrag: 1200 × 630 Pixel (1,91:1)
- Linkvorschau: 1200 × 630 Pixel
- Titelbild: 820 × 312 Pixel auf dem Desktop, 640 × 360 Pixel auf Mobilgeräten
- Profilbild: 170 × 170 Pixel
Warum die Abmessungen wichtig sind
Falsche Abmessungen haben sichtbare Folgen. Entspricht ein Bild nicht dem erwarteten Seitenverhältnis, schneidet die Plattform es automatisch zu. Dabei verschwinden leicht Text, Gesichter oder andere wichtige Inhalte. Ein zu kleines Bild wird hochskaliert und wirkt pixelig oder unscharf. Ein zu großes Bild komprimiert die Plattform stärker, wodurch die Qualität sinkt.
Passende Abmessungen können auch beeinflussen, wie lange ein Beitrag betrachtet wird. Hochformatbilder nehmen im Instagram-Feed mehr vertikalen Platz ein. Querformatbilder füllen die Vorschaukarten auf X und LinkedIn vollständig und machen geteilte Links dadurch auffälliger.
Plattformen bevorzugen außerdem Inhalte, die sich gut darstellen lassen. Bilder in der richtigen Größe wirken sorgfältig erstellt. Das kann sowohl die algorithmische Verteilung als auch das Vertrauen der Betrachtenden beeinflussen.
Für mehrere Plattformen skalieren
Für jede Plattform von Hand eine eigene Variante zu erstellen kostet Zeit, besonders bei vier oder mehr Kanälen. Diese Ansätze vereinfachen den Ablauf:
- Vorlagenbasierte Werkzeuge: Designprogramme mit Vorgaben für soziale Medien lassen dich Plattform und Größe auswählen und die Komposition je Variante anpassen. Manche Screenshot- und Bildverarbeitungswerkzeuge bieten solche Vorgaben und automatisieren die Skalierung vollständig.
- Intelligenter Zuschnitt: Platziere den wichtigsten Inhalt in der Bildmitte, damit die Kernaussage bei jedem Seitenverhältnis erhalten bleibt. Setze Text und wichtige Elemente nicht nah an den Rand.
- Stapelverarbeitung: Wenn du viele Produktbilder, Blog-Titelbilder oder Kampagnenmotive erstellst, exportierst du mit einem Stapelwerkzeug aus einer Quelldatei mehrere Größen.
- Einheitliche Ausgangsgröße: Gestalte in der größten gemeinsamen Breite von 1200 Pixeln und exportiere daraus kleinere Varianten. So musst du nichts hochskalieren und erhältst die Qualität in allen Größen.
In einem echten Veröffentlichungsablauf
Am praktischsten ist ein Mastermotiv, aus dem anschließend plattformspezifische Ausschnitte exportiert werden. Aus einem Screenshot oder Produktbild in doppelter Auflösung können in einem Durchlauf ein Instagram-Beitrag im Format 4:5, eine Linkvorschau im Verhältnis 1,91:1 und ein schmaler Ausschnitt für Stories entstehen. Das ist verlässlicher, als dieselbe unbeschnittene Datei vor jeder Veröffentlichung spontan zu skalieren.
Häufige Fehler
- Ein unbeschnittenes Bild überall verwenden: Ein für Facebook gestaltetes Querformat wird im quadratischen oder hochformatigen Instagram-Layout ungünstig beschnitten. Erstelle für wichtige Beiträge passende Varianten.
- Mobile Darstellung ignorieren: Soziale Medien werden überwiegend auf Mobilgeräten genutzt. Dort erscheinen Bilder anders als auf dem Desktop. Prüfe sie vor der Veröffentlichung auf einem Smartphone.
- Text am Rand platzieren: Plattformen beschneiden Bilder je nach Feed, Vorschaukarte oder vergrößerter Ansicht unterschiedlich. Halte wesentlichen Text innerhalb der mittleren 80 % des Bildes.
- Screenshots in einfacher Bildschirmauflösung hochladen: Eine Aufnahme mit DPR 1 kann für die Darstellung in sozialen Medien zu klein sein. Nimm mit Device Pixel Ratio 2 auf und skaliere auf die Zielabmessungen herunter, damit das Ergebnis scharf bleibt.
- Änderungen der Plattformen nicht prüfen: Soziale Netzwerke ändern ihre Bildvorgaben regelmäßig. Was vor einem Jahr optimal war, kann inzwischen veraltet sein. Prüfe die Maße anhand der aktuellen Richtlinien der jeweiligen Plattform.
Häufig gestellte Fragen
Welche Bildgröße eignet sich am besten für Instagram-Beiträge?
Instagram empfiehlt für quadratische Beiträge 1080 × 1080 Pixel. Hochformat funktioniert mit 1080 × 1350 Pixeln im Verhältnis 4:5 am besten, Querformat mit 1080 × 566 Pixeln im Verhältnis 1,91:1. Instagram komprimiert Bilder, die breiter als 1080 Pixel sind.
Welche Bildgröße verwendet X für geteilte Links?
X zeigt Vorschaubilder für Links als summary_large_image-Karten mit 1200 × 675 Pixeln, also ungefähr im Verhältnis 16:9. Bilder in Feed-Beiträgen funktionieren mit 1200 × 675 oder 1600 × 900 Pixeln am besten. Passen sie nicht zum Verhältnis, werden sie zugeschnitten.
Kann ich für alle Plattformen dieselbe Bildgröße verwenden?
Ein Bild mit 1200 × 630 Pixeln funktioniert als Linkvorschau auf den meisten Plattformen ordentlich, ist aber für keine davon optimal. Für beste Ergebnisse solltest du Varianten je Plattform erstellen, besonders für Instagram im Quadrat oder 4:5-Format und für X, LinkedIn sowie Facebook im Querformat.
Welches Dateiformat sollte ich für Bilder in sozialen Medien nutzen?
JPEG wird am breitesten unterstützt und erzeugt bei Fotos kleine Dateien. PNG eignet sich besser für Bilder mit Text, Logos oder Transparenz. Die meisten Plattformen akzeptieren beide Formate, einige inzwischen auch WebP.
Komprimieren soziale Netzwerke meine Bilder?
Ja. Alle großen Plattformen komprimieren hochgeladene Bilder erneut, um Dateigröße und Bandbreite zu verringern. Lade Bilder in den empfohlenen Abmessungen und als hochwertiges JPEG mit 80 bis 95 % Qualität oder als PNG hoch. Übergroße Bilder werden stärker komprimiert.
Quellen
- Sharing Best Practices: Images — Meta
- About X Cards — X